Montag, 19. September 2016

Monsieur Gurdjieff und seine Idioten – Paris 1949

Während des Essens sprach er über die hoffnungslosen Idioten und sagte, wenn wir uns selbst das Ziel des ehrenvollen Sterbens setzten, könne er uns zeigen, wie man unsterblich werde, und (hierbei sah er mich direkt an): »Unsterblich – das ist große Sache. Und das ist nicht alles, weil Sie werden können eines jener Wesen, die sogar sind bedeutungsvoll für unseren Gott«

 Beim heutigen Mittagessen sprach Mr. G. über das Leben in einem Tropfen Wasser und darüber, wie Gott nicht jeden persönlich kennen kann und wie nutzlos die Art von Gebeten sind wie: »Bitte Gott, mach, dass Ehemann mir … gibt.« Darauf folgte eine herrliche Pantomime, wie er einen Pelzmantel anzieht. Die Lebewesen in dem Tropfen Wasser, sagte er, sind wie wir: Sie arbeiten, essen, schlafen und haben sogar einen Gott, zu dem sie beten.

Dann sprach er über den Unterschied zwischen Paradies und Soleil Absolu [Sonne Absolut]. Mit dem Kesdjan-Körper könne man ins Paradies eintreten. Aber das Paradies sei nur gut für zwei, drei Tage. »Sie sich vorstellen, was würde sein, wenn nächstes Jahr, das Jahr danach, hundert Jahre… Sie sich vorstellen, wie Sie wären gelangweilt (er gebrauchte nicht dieses Wort, aber etwas Ähnliches), bei solch einer Sache. Sie müssen gehen wollen zu Soleil Absolu.«


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