Sonntag, 21. Dezember 2014

J. G. Bennett & Alexandra David Neel

Ich erinnere mich an ein Gespräch vor 30 Jahren, dass ich mit Frau Alexandra David-Neel führte. Ihr habt vielleicht ihre Bücher über ihre Reisen in Tibet gelesen, wo sie beschreibt, was sie von den Lamas lernte. 

Sie fragte mich: "Was denken sie haben sie wirklich von Gurdjieff gelernt?" und ich antwortete: "Ich habe gelernt, dass nichts was wir >Ich< nennen wirklich >Ich< ist." Sie schaute mich überrascht an und  sagte: "Und wie lange haben sie gebraucht, um das zu verstehen?" Ich sagte: "Um die 12 Jahre"; und sie sagte: "12 Jahre, ich habe dies nun seit 30 Jahren versucht und bin noch immer nicht sicher, dass ich es wirklich verstanden habe!"

J.G. Bennett, 5.4.1964

die Hymne an den SCHÖPFER

die Hymne an UNSEREN UNENDLICHEN

Du langmütiger SCHÖPFER von Allem, was Odem hat,
Du liebreiche Ursache alles Existierenden,
Du einziger Bezwinger des schonungslosen Heropas,
frohlocke jetzt zum Klang unseres Lobgesangs
und verharre in Seligkeit.

Durch Deine beispiellosen Mühen gabst
Du den Anfang zu unserem Entstehen,
durch Deine Bezwingung des Heropas
ist uns die Möglichkeit gegeben, uns
bis zum Heiligen Anklad zu vervollkommnen.

Du - Ruhe nun wie Du verdienst.
Wir aber in Dankbarkeit wollen erhalten,
was Du geschaffen, und für
immer und in Allem Dich verherrlichen,

Dich den SCHÖPFER und ERSCHAFFER,
Dich, den Anfang aller Enden,
Dich, der aus dem Unendlichen kommt,
Dich, der in sich, das Ende von Allem hat,
Dich, den ohne Ende UNENDLICHEN.

G.I. Gurdjieff - Beelzebubs Erzählungen für seinen Enkel, Kapitel 47

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Erscheinungen während der Meditation

Neben Makyo in Gestalt von Gesichtern gibt es zahlreiche in Gestalt von Hör-, Geruchs- oder Tasterscheinungen, und andere, die den ganzen Leib in Mitleidenschaft ziehen. Manchmal bewegt sich der Körper von Seite zu Seite oder vorwärts und rückwärts oder neigt sich zu einer Seite, oder man hat das Gefühl des Sinkens oder des Sicherhebens.

Es kommt auch, wenn auch selten, vor, dass man meint, einen besonders wohlriechenden Duft zu riechen.

Oder es brechen plötzlich Worte unkontrolliert aus einem heraus.

Es gibt sogar Fälle, wo man ohne dessen bewusst zu sein, Dinge niederschreibt, die sich später als prophetische Wahrheiten herausstellen. 

Sehr häufig sind die visuellen Halluzinationen.

Der Leib kann sich heiß oder kalt, glasartig, hart, schwer oder leicht anfühlen. 

Der Geist kann sich anfühlen, als ob er hernieder sinke oder dahin gleite oder einem verschwommen  oder scharf vorkomme. 

Es kommt auch vor, dass ein Übender die Fähigkeit entwickelt, durch feste Gegenstände hindurch zu sehen, so als wären sie durchsichtig. Oder er kann seinen eigenen Körper als durchsichtig empfinden.
  
Lassen Sie sich nicht durch solcherlei Wahnbilder verführen, denn sonst laufen Sie Gefahr, ihr wertvolles Leben in einer Verfolgungsjagd von Dummheit und Aberglauben zu verschwenden.

Karlfried Graf Dürckheim – Wunderbare Katze und andere Zen Texte S. 134

zeitlose Gurdjieff/de Hartmann Musik

 Gurdjieff/de Hartmann Alben von 
Regina Amaral & Andrés Artur:
Hinos, Preces e Ritos (2004)
Cantos E Ritmos Do Oriente (2004)
Música dos Sayyids e dos Dervishes (2004)

Freitag, 21. November 2014

es gibt kein ICH in der Person

Ich hoffte, die anwesenden Lamas würden Bemerkungen, dazu machen, aber sie saßen mir wie Sphinxe gegenüber und betrachteten mich neugierig, ohne zu reden. Endlich begann der, der zuletzt gefragt hatte: 

"In der Tat, alles was ist, ist die Wirkung von Ursachen. Die Lebewesen sind, was sie durch ihre Werke aus sich gemacht haben. Doch die Verkettung hört auf, sobald man erkennt, dass es kein zusammengesetztes, beständiges >Ich< gibt, weder in der Person noch in irgendeiner Sache, und dass jeder der Teile, die zusammen die >Person< bilden, seinen eigenen Weg geht. Das kann man sich nicht durch Lernen aneignen, noch lässt es sich durch Worte ausdrücken, man muss es in innerer Versenkung sehen."

Alexandra David Neel - Mönche und Strauchritter S. 309

Freitag, 14. November 2014

das Kleinhirn & die Kraft der Aufmerksamkeit

Nun es gibt im Menschen ein spezielles Organ, durch welches er die Macht besitzt an der Grenze von zwei Welten zu leben. Dies ist das Kleinhirn(Cerebellum), das grosse Nervenbündel am Hinterkopf. 

Es bestimmt in jedem gegebenen Moment die Kraft der Aufmerksamkeit. Ich sagte, es ist eines der wichtigsten Organe und in der Tat ist es so, aber der Mensch tut normalerweise nur sehr wenig dafür, die eigenen latenten Kräfte der Aufmerksamkeit zu studieren und zu entwickeln. Und doch ist es nur auf diese Weise möglich, diejenige Grenze zu überschreiten, die von der Welt der Fakten in die Welt der Möglichkeiten führt.

J.G. Bennett - Making a Soul S. 43

Montag, 10. November 2014

welches Interesse hat GOTT am Menschen?

Ist unser Schöpfer daran interessiert, ob wir eine unsterbliche Seele erwerben oder nicht?

J.G.B.: Das ist die eine Sache, an der unser Schöpfer interessiert ist. In Bezug auf den Menschen ist dies die einzige Sache, die unseren Schöpfer interessiert.

J.G. Bennett - Making a Soul S.17

Sonntag, 9. November 2014

Gruppenbewußtsein und Massenbewußtsein

Es ist notwendig, bestimmte gemeinsame Erfahrungen zu haben. Aber wie ich zuvor sagte, gibt es fiktives Gruppenbewußtsein und wirkliches Gruppenbewußtsein. Es ist sehr wichtig für jeden, der sich um die Gesellschaft der Zukunft bemüht, diesen Unterschied zu verstehen. Es kann durchaus eine emotionale Aufregung, die von einer großen Anzahl von Menschen geteilt wird, erzeugt werden. Dies ist nicht 'Gruppenbewußtsein', sondern 'Massenbewußtsein'. Das ist vollkommen verschieden und genau das Gegenteil. Massenbewußtsein ist immer verschwendet, selbst wenn es nicht destruktiv ist. Gruppenbewußtsein ist immer kreativ. Massenbewußtsein kann durch äußeren Anstoß hervorgerufen werden, während Gruppenbewußtsein nur durch inneren Wandel erreicht wird.

J.G. Bennett - Gurdjieff Heute S.24

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