Sonntag, 7. April 2013

der Augenblick der Empfängnis

Gurdjieff machte ihr eindringlich klar, daß wir in unserer Individualität nicht Gottes Werk sind, sondern Produkte der Vererbung und der Umstände bei der Zeugung. Ich hatte ihn noch nie über die Bedeutung des Augenblicks der Empfängnis sprechen hören. Er beschrieb den Zustand, in dem Vater und Mutter sein können: Wie sie zusammen im Bett liegen, die Laute und Düfte aus dem Garten wahrnehmen und glücklich sind; und so wird ein menschlicher Same gesät, der auch dazu bestimmt ist, glücklich zu sein. Wenn sie aber voller Leidenschaften und Zorn sind, oder wenn der Vater nur an seine Brieftasche und die Kosten eines Kindes denkt, dann gelangen auch diese Einflüsse in den Samen, und ein Wesen bildet sich, das zu Haß und Habgier neigen wird. Gott ist dafür nicht verantwortlich. Er erschuf den Menschen sauber - wenn er jetzt schmutzig ist, so trägt er daran selbst die Schuld.

Das Durchqueren des Grossen Wassers S.280

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